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Sonntag, 21. September 2014

Brennpunkt Dortmund: Wie gefährlich ist die Nordstadt wirklich?


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CU

Bjoern & LJOE
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Gettoisierung durch ärmste Zuwanderer aus Bulgariens härtestem Stadtteil: Stolipinowo. Drogenhandel. Illegale Prostitution. Horror-Häuser, Matratzenlager. Säufer und Junks, die wie Zombies durch die Straßen wandeln. Naja, denke ich, irgendwo muss der ganze Scheiß ja nun mal stattfinden. Wir sind ja auch in einer Großstadt im Ruhrgebiet und so langweilig und rund es im Süden Dortmunds läuft, so knallig, rau und wild zeigt der Norden seine Kanten. Also Hand aufs Herz: Wie gefährlich ist denn nun diese berüchtigte Nordstadt, die es im Frühjahr 2014 sogar bis in die Seiten der New York Times geschafft hat?

Nehmen wir die Brille des Schreckens einen Augenblick lang ab: Die oben genannten Ressentiments entspringen keiner realen Angst. Es ist eine klassich-imaginäre Angst vor dem Unbekannten. Denn wer Gartenzwerg-Romantik gewohnt ist, wird sich in den vollen Straßen der Nordstadt gleichwohl einsam fühlen. Das gleiche Gefühl wird euch allerdings auch beschleichen, wenn ihr zum ersten Mal die Vororte New Yorks erkundet, ebenso wie Los Angeles, Rio de Janeiro oder Kapstadt. Und wer mit einer derart negativen Erwartungshaltung durch die Nordstadt fährt, wie einige Dortmunder dies zur Zeit tun, der wird auch jedes seiner Vorurteile hier voll bestätigt finden. Aber macht mal einen Punkt. Wir reden hier über paar wenige Straßenzüge mit weniger als 400 Metern Gesamtlänge, die noch nicht einmal annähernd eurem dystopischen Bild entsprechen. Bei 14,5 Quadratkilometern Nordstadt von einer "allgemeinen No Go Area" zu sprechen, wie es einige von euch gerne tun, ist echt hirnrissig. 


Ich durchstreife täglich diese problematischsten Straßenzüge, bei Tag und in tiefer Nacht. Angst habe ich nie. Wovor denn auch? Ein paar Säufer wollen saufen, ein paar Dealer wollen dealen. Ich will hier nur den besten Falafel der Stadt essen, da kommt man sich nicht in die Quere. An manchen Tagen kann es mal nerven, aber so ist das halt an Plätzen, an denen sich viele Menschen und Ethnien reiben. Und wer hier lebt, besitzt eh gesundes Ellenbogendenken. Wer aber schon einmal das bunte Straßenfest in der Münsterstraße erlebt hat, der wird beim Fassanstich auf Straßenfesten im Süden Dortmunds das kalte Kotzen kriegen. "Geh mal Bier holen, du wirst schon wieder hässlich!", dröhnte es da letztens aus den Boxen, als der Bezirksbürgermeister das Straßenfest im Kreuzviertel eröffnete. Ganz ehrlich? Da bekomme ich Angst. 


Genau das sehen zum Glück auch viele andere so: Nicht umsonst ist die Nordstadt Dortmunds Kreativviertel Nummer Eins und neben all den Zombies auch ein Sammelpunkt für Schriftsteller, Journalisten und Studenten. Junge Künstler finden hier günstige Ateliers oder transformieren im Handumdrehen eine ehemalige Alki-Kneipe in einen Club um, der mit Liveshows, Lesungen und fetten Hip Hop Parties immer aus allen Nähten platzt. Das Hafenviertel, mit den alternativen Anlaufstellen Subrosa, Sissikingkong, Rekorder und dem Gitarrenshop samt Kaffeebar Rockaway Beat, ist mittlerweile schon so hip geworden, dass man an lauen Abenden den Eindruck hat, man sitze in Berlin Kreuzberg herum. Hier wird die Gentrifizierung als nächstes zuschlagen. Richtung Nordmarkt leuchtet allabendlich der Salon FINK mit seiner urgemütlichen Gastro, seinen Konzerten und guten Parties und das Roxy Kino, Nordpol, Langer August oder das Spitzenrestaurant Jankas leisten beste Gesellschaft. So viele Konzerte, Lesungen, Poetry Jams und DJ Sets wie diese handvoll Locations in der Nordstadt gemeinsam auf die Beine stellen, gibt es im gesamten Dortmunder Süden nirgends. Vom Hafen bis zum Borsigplatz tummelt sich von Gallerie über Nordstadt-Theater bis Kreativkaufhaus alles durcheinander, also WHAT THE FUCK? No Go Area? So einen Blödsinn muss man erst einmal verzapfen. Wieso sich so viele Menschen vor dem pulsierendsten Stadtteil Dortmunds verschließen wird mir immer ein Rätsel bleiben. 



Mit viel Initiative der tOnbande zum Leben erweckt: Der Rekorder in der Gneisenaustraße

Die Nordstadt hat krasse Probleme, keine Frage. Angst und Schrecken erzeugende Titel wie "Alarm im Getto Dortmund-Nord", wie Hendrik Ankenbrand letztes Jahr in der FAZ titelte, sind für uns Dortmunder aber auch keine Lösung, wenn auch ein politisches Wachrütteln. Da ist das Engagement der Nordstadtblogger, einem Verbund freier Journalisten, die positiv wie kritisch direkt aus dem Kiez bloggen, schon wesentlich angenehmer und vor allem wichtiger. Gegen Heroinspritzen auf Kinderspielplätzen, illegale Prostitution, Schlepperbanden und Arbeiterstrich hilft kein Rumgejammer und "No Go Area" Geschrei. So etwas in den Griff zu bekommen ist harte Vor-Ort-Arbeit und muss zudem von höchster EU Ebene finanziell unterstützt werden, die mit der positiven Idee einer Osterweiterung einen erheblichen Teil dieses Problems verursacht hat. Dies geschieht aktuell durch Initiativen wie "Echt Nordstadt", die an einer Stärkung der Identität des Stadtteils arbeiten.


Ihr solltet aber nicht darauf warten, bis andere für euch sauber gemacht haben. Denn dann habt ihr garantiert die Party verpasst. Von einem Angstviertel sind wir nämlich weit entfernt, da bin ich schon durch weitaus schlimmere Gegenden gezogen. Man wird halt einfach etwas bodenständiger, wenn man hier schlendert. Das Leben in der Nordstadt kann aufreibend sein und hält dich garantiert wach. Menschen wie ich erleben es als erfrischendes Peeling, andere scheitern daran. Nirgendwo in Dortmund liegen Aufleben und Frustration, Ekstase und totale Erschöpfung, Würde und Pietätlosigkeit so nah beieinander wie hier. Und desto öfter ich hier bin, werde ich das Gefühl nicht los, dies ist der einzige Ort in der Stadt, der überhaupt irgendwie lebt. 



Von Indie über Folk bis Hip Hop gibt es alles in der Nordstadt.
Foto: Go!Zilla im Rekorder via Bierschinken.net
Bar, Live-Konzerte, Parties, Lesungen & tolle Gastro:
Der Salon FINK auf dem Nordmarkt Foto: LJOE


Die magische Nord / Süd Grenze bei Nacht:
Blick aus der Nordstadt in Richtung U-Turm
Foto: DW-Fotografie

Update: Nach den überwältigenden Reaktionen auf diesen Artikel haben wir uns mit Steffen Korthals für den Stadtanzeiger / Lokalkompass auf ein Gespräch getroffen. 
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Dienstag, 9. September 2014

Schlakks - Tat und Drang ist der Soundtrack dieses Sommers

Jeder kennt diesen einen Moment. Losgelöst, mit Freunden im Auto in den Sonnenuntergang fahrend, die Luft riecht nach Freiheit und eine laue Brise formt euch wilde Salzwasserfrisuren. Das ist der Moment, in dem man das neue Album vom Schlakks hören sollte. Oder aber es ist der Moment, in denen der Dortmunder Rapper sein Textbuch aus dem Reiserucksack zückt.

Mit "Tat und Drang" präsentiert Schlakks diese Tage sein zweites Album. Und jeder der insgesamt 16 Songs ist dick bepackt mit Lebensbejahung, Reiselust, Nordstadtliebe und der extrem ansteckenden guten Laune eines 27jährigen, der mitten im Leben steht und die Fähigkeit besitzt, sein Umfeld messerscharf analysieren zu können. "Keine Zwänge", "Freiheit ist wichtig", "So lang ich heute mit euch weiß, dass ich lebe", "Ich will nichts Halbgares machen, nicht im Durchschnitt des Alltags versacken", "Das Streben nach ´ner Gegenwart, die alles Hintere topt" und "Das Gefühl der Beatniks im Gepäck" - man merkt, der Schlakks liebt das Leben und schöpft aus vollen Taschen. So wortgewaltig, dass diese Backpack-Romantik nie inflationär erscheint.

Nicht ein Wort verliert der Schlakks an die Szene, ans Battlen, an die Sprüher, Kriminellen und Nachtgestalten - und das tut so gut. An Street Credibility mangelt es dem Nordstädtler nämlich garantiert nicht.  Noch dazu ist er Teil einer aktiven Bewegung in dieser Stadt. Als Gründungsmitglied der tOnbande schufen diese mit dem Rekorder aus einer leeren Kneipe in der Gneisenaustraße einen Ort, der nun regelmäßig bei Konzerten, Parties und Veranstaltungen aus allen Nähten platzt. Networking, das ist für Schlakks und seine Leute nicht nur Schulterklopfen unter den coolen Jungs. Sie nehmen es selbst in die Hand und verändern mal eben die Oberfläche der Stadt. "Tat und Drang", der Titel seines neuen Albums könnte nicht passender sein. Und wenn jemand wie der Schlakks von "grenzenlos" und "in die Welt schmeißen" rappt, dann hat das hier tatsächlich einen tieferen Sinn. 

"Tat und Drang" ist mit Abstand eines der freshesten und ansteckendsten Alben, die Dortmund seit geraumer Zeit an den Tag gebracht hat. Hier hat ein Künstler auf seiner Reise seinen bisherigen Höhepunkt erreicht und perfekt dokumentiert. Nie überproduziert passen sich Rhodes Pianos, Worldbeat-Trompeten und Akustik-Gitarren, Beats und seichte Scratches von DJ Cutz Penza dem Flow seiner Worte an. Denn "Warum würzen, wenn das Mahl doch schmeckt?" So schnell wird man dieses Album nicht leid hören. Wir jedenfalls wünschen dem Schlakks nur das Beste für die Zukunft. Oder, ein letztes Mal im Schlakks Jargon: "Nix muss, alles will."



Tourdates 2014:




Schlakks - "Hell sehn"



www.schlakks.de
www.facebook.com/schlakks



Montag, 24. Februar 2014

15 coole Orte, die das Leben in Dortmund lebenswert machen


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CU

Bjoern & LJOE
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In Portland sucht man sie in Hawthorne, in Brooklyn fährt man gern nach Williamsburg. Berlin hat mit Friedrichshain, Kreuzberg und dem Prenzlauer Berg gleich drei der hippsten Stadtteile unter der Haube. Doch wo findet man die coolsten, entspanntesten und originellsten Plätze in Dortmund?
Man muss sich schon auf die Reise machen, denn das eine Trendviertel hat Dortmund nicht. Dafür findet man quer über die Stadt verstreut ein ganzes Sammelsurium an Szenebars, interessanten Restaurants, versteckten Parkanlagen und urgemütlichen Cafés, in denen man die vielleicht interessantesten Menschen der Stadt treffen kann. Für Neuankömmlinge und alte Hasen, die mal wieder vor der eigenen Türe schnuppern wollen:
Taucht ein in unsere ultimative Top 15 Liste, aus der man in beliebiger Kombination einen perfekten Tag in Dortmund schnitzen kann.




1. Salon FINK
Direkt auf dem Nordmarkt gelegen bietet der Salon FINK auf seiner Terrasse fantastische Großstadtsommer, während Indoor eine gemütlich-flippige Bar im 70er Charme vorherrscht. Betreiberin Kati Eillinghoff serviert in ihrem kleinen Salon, der jeden Sonntag zum Tatort gucken mit Blumenkohlauflauf und Mörderquiz einlädt, feinste Getränke sowie erlesene Snacks. Dazu gibt es immer wieder Konzerte, Wunschdiscos, Karaoke und Parties, die gern bis in die frühen Morgenstunden andauern.Unser Tipp: Jeden ersten Samstag legen Linda und Bjoern aka  Stuntcat auf der "Sitzparty" ihre Lieblingsplatten auf.
Web: http://www.salon-fink.de // Maps: Nordmarkt 8



2. Rekorder
Ob Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Parties, Vinylstammtisch oder ungewöhnliche Veranstaltungen wie die WUNDERTÜTE - Was der kleine Verein tOnbande seit 2012 auf die Beine gestellt hat sucht seinesgleichen. Das Zuhause der tOnbande ist der Rekorder. Urgemütlich und mit Partykeller ist der Rekorder zur Zeit das Epizentrum für Kreative und Partysuchende. Ein Blick in das Veranstaltungsprogramm lohnt immer.
Web: http://rekorder.org/ // Maps: Gneisenaustr. 55




3. subrosa
Es ist und bleibt die Nummer Eins der Dortmunder Szenekneipen. Nirgendwo sonst kommen sich Wohnzimmer, Live Club, Hafenkultur und Musik Bar näher als in den abgewetzten Sofas des subrosa. Von Jung bis Alt trifft die Szene Dortmunds hier den ganzen Rest der Stadt, auf der Bühne tummeln sich Bands, Songwriter, Poetry Jammer oder Rockabilly DJ Sets und sogar Fußball gucken macht hier richtig Spaß. Immer eine Reise wert.
Web: http://www.hafenschaenke.de // Maps: Gneisenaustr. 56



4. Sissikingkong
Die Bar mit vorzüglicher Restaurantgastronomie wird von Sisterkingkong Sänger Dirk Geißler betrieben. 
Im Klartext heißt das: Wer in dem stilsicheren Ambiente sein Hähnchensaltimbocca mit Steinpilztrüffelrisotto und Pflaumensauce genießt, bekommt dazu Musik von Yo La Tengo und Built To Spill gratis. Dazu existiert im Keller ein Clubraum, in dem feinste Indiekonzerte und wechselnde Parties stattfinden. Unser Tipp: An jedem dritten Samstag findet die gut besuchte La Boum Party der Dortmunder Party-Dinosaurier Martini und Timmi Twister statt.
Web: http://www.sissikingkong.de // Maps: Landwehrstr. 17




5. Großmarktschänke / Cosmotopia
Einzigartiges 60ties Flair, ein Hauch von Verruchtheit und unvergessliche Partynächte...das sind die würzigen Zutaten für den Mythos Cosmotopia. Der Ort, der 7 Jahre lang das Wohnzimmer der Dortmunder Musik-, Kultur und Partyszene war ist eine mehr als lebendige Legende. Nach dem Abriss Dortmunds schönster Location hat die Cosmo-Crew in der Großmarktschänke ein neues Zuhause gefunden, die nun im besten 60ties/70ties-Style und frischem Retro-Glanz erstrahlt.
Web: http://www.club-cosmotopia.de // Maps: Großmarkt



6. Roxy Kino
Programmkinos haben in Dortmund Tradition. Dabei brachte es das seit 1932 betriebene Roxy Kino Ende 2010 zu trauriger Berühmtheit: Die Betreiberin kündigte den Pachtvertrag und verschwand samt Leinwand, Projektoren und Kinosesseln. Sascha Kirchhoff, Holga Rosen und Michael Markefka, drei langjährige Mitarbeiter des Roxy, unternahmen daraufhin das scheinbar Unmögliche: Mit Hilfe eines Fördervereins und vielen Unterstützern bauten sie das Roxy Kino bis zum letzten Stuhl einfach wieder auf. Dortmund dankt es ihnen, und genau deshalb steht dieser wunderbare Ort auch auf diese Liste.
Web: http://www.roxydortmund.de // Maps:  Münsterstr. 95



7. Daddy Blatzheim
Der wohl interessanteste Club der Dortmunder Nachtlandschaft. Mitten in der Natur des Westfalenparks gelegen trumpft das Daddy Blatzheim mit einem stylischen Club, exzellenten und internationalen DJ Sets, einer einmaligen Lichtdecke und Parties von House bis Indietronics auf. Ein neuer Shuttleservice rundet das Angebot vollends ab. Einfach die tagesaktuellen Events auf der gut sortierten Homepage checken.
Web: http://www.daddyblatzheim.de // Maps: an der Buschmühle im Westfalenpark



8. Der Aufzug im Rewe Möllerbrücke

Nicht der coolste Platz in der Stadt, wohl aber der spannendste. Wer schon immer mal in einem Aufzug stecken bleiben wollte, sollte hier mal die vertikale Fahrt vom Parkhaus zum Supermarkt antesten - Nervenkitzel ist garantiert! Oben angekommen, kann man den hunderten Hornbrillen des Kreuzviertels beim Chips & Wein Kaufen zusehen oder später in der Nacht das Silent Sinners antesten, das mit Trash - und Rockparties das Studentenleben anheizt. 
Web: http://www.silentsinners.de // Maps: Ritterhausstr. 65




9. Phoenix West
Wer nach Orten sucht, an denen man heute noch sinnfrei wandeln kann, ist auf dem parkähnlichen Gelände, das auf dem Boden eines alten Stahlwerks errichtet wurde, genau richtig. Besucher spazieren über Wege, die kein Ziel und erst recht keinen Sinn ergeben und scheinbar stündlich scheint sich die Landschaftsform zu wandeln. Hier tummeln sich alle, die ihre Hobbies im Freien ausleben müssen: RC Freaks, Modellbauer, Streetsurfer, Extremgriller, Birdwatcher.
Maps: Konrad-Adenauer-Allee, Dortmund Hörde



10. Café Lotte
Egal ob Frühstück, Brunch oder Torten - das urgemütliche Eckcafé im Dortmunder Kreuzviertel bietet die besten belegten Brote, Croissants und vor allem mit den besten Kuchen. Niemals zu süß, immer extra flockig locker und verführerisch dekoriert genießt man in dem wunderbar urbanem Café Lotte die kleinen Köstlichkeiten des Lebens. Berlin? Die Hauptstadt scheint hier Ewigkeiten entfernt - und trotzdem fühlt es sich so an, als wäre man mitten drin.
Maps: Dresdener Str. 31 // Foto: Falko Wübbecke | hotelfotodesign.de 




11. Ballett Dortmund
Als das Militär 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens einrückte, kehrte Ballettdirektor Xin Peng Wang China für immer den Rücken. Dass es ihn ausgerechnet nach Dortmund verschlug, kann man bei aller Tragik nur als einen immensen Glücksfall für die Stadt bezeichnen. Sein Ensemble kann mit der Weltspitze des modernen Balletts mühelos mithalten und seine Inszenierungen sind immer wieder atemberaubend.
Ein Besuch seiner modernen und kritischen Aufführungen ist unbedingt empfehlenswert!
Web: http://www.theaterdo.de // Maps: Theaterkarree 1-3




12. Rheinische Straße / Union4tel
An einem warmen Samstagabend, wenn die Sonne untergeht, spaziert der Flaneur die Rheinische Straße stadteinwärts. Hier zeigt Dortmund seine interkulturelle Seite. Fremde Sprachen auf den Straßen und geheimnisvolle Gerüche aus den Lokalen erwecken den Eindruck an einem fremden Ort zu sein. Versteckte Galerien, urbane Gartengemeinschaften: Wer aufmerksam lauscht, kann hier die Stadt sprechen hören. Ein Blick in die 44309streetartgallery lohnt immer. Nebenan gibt´s selbstgemachte Burger oder man trifft sich allabendlich im etwas studilastigen Kraftstoff
Web: Unionviertel bewegt //  Maps: Rheinische Straße



13. Rockaway Beat
Das ROCKAWAY BEAT bietet von Dienstags bis Freitags ab 13 Uhr bis abends 19 Uhr (bei Clubabenden/geschlossenen Gesellschaften andere Öffnungszeiten möglich) feine erschwingliche Underground-Gitarren aus den Sechzigern, handgefertigte Showcases für das beste Stück, guten Kaffee, Limo oder Tee und die Accessoires zum Leben, alt oder neu, die wir alle unbedingt haben wollen. Es gibt Lesungen, Nachmittags- und frühe Abendkonzerte, Testauftritte, Clubabende. Ein Besuch lohnt sich immer! 
Web: Rockaway Beat // Maps: Gneisenaustr. 61




14. Depot
Theater, Ausstellungen, Gastro, Kino, Ateliers und Nachtflohmärkte - besser kann man ein ehemaliges Bahndepot nicht umgestalten. Im Falle des Depot Dortmund ist diese Verwandlung zu einem Zentrum für Kunst und Kultur bestens gelungen, eingerahmt in ein wunderschönes Industrieambiente. Über die zahlreichen Angebote sowie angebotenen Kurse informiert eine gut gepflegte Webseite. 
Web: http://www.depotdortmund.de // Maps: Immermannstr. 29




15. Künstlerhaus Dortmund
Von Malerei, Skulpturen und Fotografie bis zu Rauminstallationen und Neue Medien zeigt der eingetragene Verein in seinen Räumen wechselnde Ausstellungen und beherbergt in seinen Ateliers knapp 18 Künstler. Auch internationale Künstler nutzen das Haus gern als Workstation oder gastieren für das Projekt Summer Residency zwei Monate in der Stadt. Gelegentlich runden Konzerte und DJ Sets eine Vernissage im Hause ab.
Web: http://www.kh-do.de // Maps: Sunderweg 1